Gehört Politik hierhin?

Last Updated on 5. März 2022 by Mirjam Wicki

Darf man Gedanken zum Krieg in der Ukraine mit Buchcontent verbinden? Ist es in Ordnung, auf einem Autorinnenaccount (auf einer Autorinnenwebseite) politisch zu werden? Ist es am Ende gar Pflicht, jede noch so kleine Reichweite zu nutzen, um auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen?

Meine Buchbubble auf Instagram und Twitter ringt mit diesen Fragen. Ich lese klare Statements gegen den Krieg. Ich lese persönliche Worte, warum man sich bei dem Thema zurückhält. Ich lese von Betroffenheit, fehlenden Worten und dem Wunsch nach Rückzug. Ich lese und spüre Irritation über eine Social-Media-Welt, die den Krieg einfach ausblendet. Ich spüre und lese den Wunsch nach einer Insel, auf der dieser Teil der Realität ausgeblendet werden darf.

Und wisst ihr was? Ich finde das richtig und wichtig!

Lasst uns ringen, lasst uns fragen, lasst uns persönliche Antworten finden und lasst uns gut zueinander sein.

Ich bin keine Aktivistin, ich bin keine Expertin für Politfragen, und ich werde nicht plötzlich zu einer solchen, weil die Welt von einem weiteren Krieg erschüttert wird.

Ich bin eine Autorin, in deren Büchern der Umgang mit Gefühlen und das Ringen um Selbstwirksamkeit wichtig sind. Ich bin Mutter von Teenies, die damit aufwachsen, sich eigene Meinungen zu bilden und für diese einzustehen. Ich unterstütze als Lehrerin und Lerncoach junge Menschen darin, ihre Ressourcen und Stärken zu finden und zu nutzen. Ich bin eine Frau, die sich vor Kurzem vorgenommen hat, ihre Meinung klarer zu äussern und weniger Angst vor Disharmonie zu haben.

Und deshalb ist meine persönliche Antwort auf die Frage nach dem Umgang mit dem Zeitgeschehen auf meinen Autorinnenseiten: Wenn mich etwas bewegt und ich das Bedürfnis habe, es zu teilen, dann tue ich das. Weil es mir wichtig ist, auch in diesem Punkt authentisch zu sein.

Mein Post dazu auf Instagram und Facebook

Mir fehlen die Worte und Bilder. Mein Herz ist schwer beim Gedanken an das Leid der Menschen in der Ukraine. Es glüht vor Zorn beim Gedanken an den feigen Machtmenschen Putin. Es weint beim Gedanken an die Familien, die der Gewalt ausgeliefert sind. Warum macht er das?, fragen unsere Kinder. Ich weiss nur: I #StandWithUkraine, hilflos, erschüttert und nicht bereit, dem Bösen die Welt schweigend zu überlassen. #StopTheWar

Worauf ich in den Storys hingewiesen habe

Caritas Schweiz startet Nothilfe in der Ukraine: www.caritas.ch

SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky, die sich in der Ukraine aufhält, beantwortet am 25.02.2022 auf Instagram Fragen von Zuschauer*innen: Instagram SRF News

sanktionen-jetzt: Wir appellieren an den Bundesrat: Die Schweiz muss in diesen entscheidenden Stunden Verantwortung für den Frieden in Europa übernehmen und die EU-Sanktionen gegen das Putin-Regime vollumfänglich mittragen. Hier unterschreiben: sanktionen-jetzt.ch

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