Beiträge von Mirjam Wicki

Autorin, Pädagogin, Systemische Beraterin

Gefühlsflut. Heute: Die Angst

Freude, Glück, Stolz, Zweifel, Sorgen, Ärger – auf meinem Weg als Autorin und Selfpublisherin von „Die andere Seite von SCHWARZ“ habe ich einen grossen Teil der Gefühlspalette erlebt.

Heute ist es die Angst. Nicht die Angst davor, die LeserInnen könnten das Buch nicht mögen. Ich weiss, dass es welche gibt, die es lieben. Ich weiss auch, dass nicht alle es lieben werden. Ich weiss, dass es Kritikpunkte gibt, subjektive und objektive, mir bekannte und solche, die mich überraschen werden.

Was mich heute umtreibt, ist die Angst vor meiner eigenen Verletzlichkeit. Es steckt viel von mir in diesem Buch. Viel Herzblut, viel Engagement, viel Zeit, viel Liebe, viele Gedanken und Gefühle, viele Entscheidungen.

Die Geschichte ist Fiktion, und doch fühlt es sich an, als würde ich mein Innerstes nach Aussen kehren. Ich wollte das so, es war eine meiner vielen Entscheidungen, spätestens nachdem ich das kluge Zitat des Herrn Goethe gelesen hatte: „Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.“ Dieser Roman kommt sowas von von Herzen!

Doch heute Morgen hat mich die Angst gepackt, dass mein Herz vielleicht zu wenig geschützt sein könnte. Dass es sich zu viel zugemutet hat, zu viel von sich preisgibt, sich zu verletzlich gemacht hat.

Ich bin nicht gern verletzlich, jedenfalls nicht öffentlich und sichtbar. Doch ich bin es, und da gehen wir jetzt durch, mein Herz und ich.

Bald ist es soweit!

Es war einmal eine Autorin, die konnte es nicht mehr erwarten, bis ihr Buch endlich veröffentlicht werden würde. Doch bevor es soweit war, erreichten sie zwei grosse Pakete voller Bücher. Voll von ihren Büchern! Sie wollte sie feiern, die Pakete, sie wollte tanzen vor Freude, sie wollte jubeln und alle Welt daran teilhaben lassen, doch dann – dann wurde sie ganz still und ehrfürchtig. Sie öffnete die Pakete, hob die Bücher heraus, nahm sie in die Hand und genoss diesen intimen Moment, der nur ihnen gehörte. Endlich verstand sie, was mit dem Begriff „Buchbaby“ gemeint war!

Mittlerweile sind wir ganz beieinander angekommen, und bald – wirklich bald – dürfen die Buchkinder in die weite Welt hinaus!

Dies ist ihr Fahrplan (wir hoffen auf Pünktlichkeit):

Veröffentlichung von „Die andere Seite von SCHWARZ“ bei Amazon als Taschenbuch und E-Book: 08. Oktober 2019

Versand von signierten Exemplaren: ab 14. Oktober 2019 (ab sofort bei der Autorin bestellbar)

Vom 18. bis 20 Oktober 2019 bin ich als Fachbesucherin auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und werde einige Bücher im Gepäck haben.

Vernissage mit Buchverkauf: Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Gemeindebibliothek Niederlenz (Rössligasse 6)



Done!

Am Dienstag ist der Probedruck meines Buches bei mir angekommen, und ich bin einfach nur begeistert (wie man sieht).

Ich habe ihn als BoD-Fun-Projekt erstellt, bei diesem Angebot kriegt man keine ISBN-Nummer und das Buch erscheint nicht im Buchhandel.

Der nächste und vorerst letzte Selfpublishing-Schritt war nun, die definitive Version hochzuladen, nicht mehr zum Spass, sondern als BoD-Classic.

Ich hab’s getan. Heute Nachmittag. Ab dem 8. Oktober 2019 ist „Die andere Seite von SCHWARZ“ als Taschenbuch und E-Book (Amazon) erhältlich.

Ich bin glücklich. Erschöpft. Ungläubig staunend. Übervoll und irgendwie leer. Und hoffe, bald die definitive Version in der Hand halten zu können und genauso zu strahlen wie am letzten Dienstag!

Bitte um Feedback

Liebe Leserinnen und Leser von „Ich melde mich ab“, wahrscheinlich ist es schon eine Weile her, seit ihr das Buch gelesen habt. Erinnert ihr euch an den ersten Eindruck? Wisst ihr noch, was euch besonders gefallen oder gestört hat an dem Buch? Habt ihr vielleicht Lust, es noch einmal zu lesen? Oder seid ihr gar zukünftige LeserInnen meines Erstlingswerks?

Ich habe auf jeden Fall eine Bitte an euch: Für mich als Autorin wäre es eine grosse Marketinghilfe, wenn es Rezensionen und Feedbacks zu meinen Büchern gäbe. Gern veröffentliche ich sie hier auf der Website (so wie hier – nach unten scrollen). Es wäre aber auch toll, wenn auf Amazon oder anderen Onlineshops Rezensionen zu finden wären.

Dabei geht es um eure ehrliche Meinung, die potentiellen Leserinnen und Lesern bei der Kaufentscheidung helfen soll. „Mirjam ist eine Nette, deshalb habe ich ihr Buch gekauft“ ist wenig hilfreich, und ich versichere euch, dass ich weiterhin nett sein werde, auch wenn ihr kritisch rezensiert!

Falls ihr auf Lovelybooks unterwegs seid: Sobald ich den Überblick gewonnen habe, werdet ihr mich und meine Bücher auch dort finden.

Ich würde mich sehr freuen, von euch zu lesen!

Herzlich, Mirjam

P.S. Noch gibt es „Ich melde mich ab“ nur als Taschenbuch. Die Idee eines E-Books steht im Raum, und ich hoffe, dass ich sie bald realisieren kann.

Textschnipsel aus „Die andere Seite von SCHWARZ“

Während ich heute das Gemüse fürs Mittagessen aus dem Garten holte, kam mir der Gedanke, dass Alexa und Ian aus „Die andere Seite von SCHWARZ“ während des ganzen Romans nie im Gemüsegarten anzutreffen sind! Komisch, wo sie doch so viel Platz haben rund um ihr Häuschen und Ian so gerne kocht. Aber wer weiss: Vielleicht haben sie ja einen Gemüsegarten und er wurde einfach nie wichtig für die Geschichte …

Ein anderer Garten spielt allerdings eine wichtige Rolle: Der Garten von Lena aus der Brückenclique, in dem die legendäre Party stattfand, an der Ian und Alexa sich zum ersten Mal küssten! Dass dies unter den Augen von Ians Schwester Saskia geschah, führte einige Zeit später zu diesem Gespräch unter Geschwistern:

„Saskia zündete sich eine Zigarette an. Knapp blies sie den Rauch an Ians Gesicht vorbei und sagte betont locker: «Hei, Bruderherz, erzähl uns doch mal von deinem Mädchen!»

Marit hob erstaunt die Augenbrauen. «Du hast ein Mädchen?»

„Ja, hat er!», antwortete Saskia. «Seit dieser Gartenparty vor einem Monat. Sie ist süss, aber ganz ehrlich, Ian: Was willst du von der Kleinen?»

Marit lachte. «Ja, was wohl? Was wollen grosse, böse Buben von süssen, kleinen Mädchen?»

Ian blitzte Saskia an. «Sie ist meine Freundin. Das will ich von ihr. Verstehst du? So wie du und der Portugiese!»

«Hör auf!», zischte Saskia. «Hör auf, João Portugiese zu nennen, du Rassist!»

«Dann hör du auf, Alexa ein kleines Mädchen zu nennen, du Snob!»

Ein Kellner kam mit einem Tablett voller Weingläser vorbei. Sie griffen alle zu. Ian nahm nach einem kurzen Zögern gleich noch ein zweites Glas. Während er das erste leerte, fragte Saskia: «Du bist also tatsächlich noch mit ihr zusammen?»

«Ich werde immer mit ihr zusammen sein!», antwortete er überzeugt.

Gut zum Druck

Die Korrektorin ist durch. Ich auch. Es steht nichts mehr zwischen meinem Manuskript und dem „Gut zum Druck“. Ausser natürlich meiner Angst, Fehler übersehen zu haben, meiner Unsicherheit bezüglich einiger Details, meinem Hang zum Perfektionismus und meiner grundsätzlichen Abneigung gegen das Abschliessen von Projekten.

Aber sonst …

Liedtexte und Buchtitel in meinem Roman

Meine Playlist während des Schreibens von „Die andere Seite von SCHWARZ“ bestand grösstenteils aus Songs von EUROPE (zufälligerweise meine und Alexas Lieblingsband :-)). Immer wieder passten Melodien und Texte zu den Szenen, die ich schrieb, und in meiner Rohfassung tauchten mehrmals ganze Liedzeilen auf.

Dann befasste ich mich mit Urheberrecht und korrektem Zitieren und stellte fest, dass die Grenzen dafür eng sind.

Matthias Matting von der Selfpublisherbibel schreibt in seinem Artikel „Autorentipp: Liedzitate im Buch – was ist erlaubt, und wie muss ich vorgehen?“:

„Kann ich einen Songtext in meinem Buch zitieren? Kurze Antwort: Nein. Lange Antwort: In der Regel nur mit Genehmigung des Rechteinhabers.“

Aus diesem Grund strich ich die Songzeilen aus dem Text (kill your darlings – immer wieder) und deutete nur an einer Stelle an, um welches Lied es sich handeln könnte. Nun gibt es aber dieses Lied, das mich während der letzten Überarbeitung begleitete, und dessen eine Passage alles enthält, was das Schreiben von „Die andere Seite von SCHWARZ“ für mich ausmachte. Ich würde diesen Abschnitt gern vorne ins Buch schreiben und habe mich aus diesem Grund für eine Bewilligung zum Zitieren ans Management von EUROPE gewandt. Leider ist die Antwort noch ausstehend.

Heute wurde ich von meiner Korrektorin darauf hingewiesen, dass ich in meinem Roman einen Buchtitel zitiere. Darf ich das? Meine Recherchen haben bis jetzt noch keine klare Antwort ergeben. Zur Sicherheit habe ich dem Verlag eine Mail geschickt und nachgefragt.

Ich hoffe, damit alles beachtet zu haben, was Urheberrechtsschutz in meinem Roman angeht.

Qualitativ nicht die beste Auffnahe von „Pictures“, aber ich stand an diesem Abend nur wenige Meter von der Bühne entfernt, und es fühlte sich an, als würde die Band dieses Lied für mich und „Die andere Seite von SCHWARZ“ spielen.