Beiträge von Mirjam Wicki

Autorin, Selfpublisherin, Pädagogin, Systemische Beraterin

Gespräch zum Jahreswechsel

«Vielen Dank, Alexa!»

«Wofür?»

«Dafür, dass du mit diesem Satz herausrückst, just an dem Tag, an dem alle Welt Vorsätze fürs neue Jahr fasst. Einen Tag, nachdem ich verkündet habe, dass ich mir Ziele setzen will für meine Social-Media-Accounts. Einen Tag, bevor das Jahr anfängt, in dem ich die Fortssetzung von deiner und Ians Geschichte veröffentlichen will!»

«Na, und?»

«An diesem Tag kommst du mit der Aussage, dass wir das Leben sowieso nicht planen können?»

«Hm … Mirjam, du weisst aber schon, dass du mir den Satz in den Mund gelegt hast, oder?»

«Ja. Das weiss ich natürlich.»

«Und du weisst, dass er in der Szene, in der ich ihn zu Ian sage, weder resigniert noch niederschmetternd klingt, sondern sehr, sehr hoffnungsvoll. Es gibt Momente, da sind es nicht Pläne, die wir brauchen.»

«Sondern? Was war es, was ihr in dem Moment gebraucht habt?»

«Vertrauen, Mirjam.»

«Oh … Für diesen Perspektivenwechsel danke ich dir nun wirklich von Herzen, Alexa! Vertrauen ist das Wort, mit dem ich dieses Jahr beenden und das nächste anfangen will. Auch wenn ich mir dabei erlaube, auch Pläne zu machen.»

«Ich wünsche dir alles Gute dafür. Und ich freue mich auf unser nächstes gemeinsames Abenteuer!»

«Ich mich auch! Ich wünsche dir und Ian einen wunderschönen Silvester, Alexa, wo immer ihr ihn verbringen mögt. Bis im nächsten Jahr.»

Bis im nächsten Jahr, liebe Leser*innen! Ob ihr Team «Pläne und Vorsätze» oder Team «annehmen, was kommt» oder wie ich Team Mixed seid – ich wünsche euch einen guten Jahreswechsel und einen vertrauensvollen Blick in die Zukunft.

Small Talk mit Maria

Wir sassen uns in der Kirche gegenüber, Maria und ich, gut eine Stunde lang.

„Hallo, du Reine.“

„Ich – was?“

„Die Pfarrerin hat einen Liedtext vorgelesen über Maria, die Reine. Das bist du.“

„Hm.“

„Ich weiss. Du bist in den letzten Tagen quer durchs Land gelaufen, und am Ende bist du in einem Stall gelandet. Ohne Dusche und fliessendes Wasser.“

„Und da habe ich mein Kind geboren. Mein erstes Kind. Und zwar nur mit der Hilfe meines Mannes.“

„Danach kamen Hirten zu Besuch. Direkt vom Feld. Mit ihren Schafen.“

„Ja. Von wegen rein.“

„Du meinst, der Typ, der das Lied getextet hat, hat dich etwas überschätzt?“

„Nein. Er hat mich unterschätzt!“

Die reine Magd, die denjenigen geboren hat, um den sich in Zukunft alles drehen wird, und deren Aufgabe damit erfüllt ist. Weder Maria noch ich sind am heutigen Weihnachtsmorgen einverstanden mit dieser Interpretation ihrer Geschichte.

Die inspirierenden Krippenfiguren der Künstlerin Agnes Hodel stehen immer im Dezember in der Kirche Niederlenz.

Ein unliebsames Geschenk

Geschenk – lautet eine Aufgabe der #myBookChallenge, die Books on Demand im Dezember 2020 durchführt. Der arme Protagonist soll ein Geschenk bekommen, das ihm nicht zusagt.

(Originalfoto by Hailey Powers on Unsplash)

Ich bin für die Aufgabe in die Vergangenheit gereist, in eine Zeit, in der Ian und Alexa jung und schwer verliebt waren. Wer „Die andere Seite von SCHWARZ“ zu Hause hat: Die Szene würde sich in die S.127 einfügen, ins Unterkapitel „Advent und Weihnacht 1992“.

Kurz vor Weihnachten 1992

Alexa presste die Hand vor den Mund, um das verräterische Lachen, das ihren Hals emporsteigen wollte, hinunterzuschlucken. Sie hatte sich so auf diesen Moment gefreut!

Ian stand vor Grossmama und knetete nervös die Hände. Er sah aus, als würde er vor dem Nikolaus stehen und auf eine Abrechnung warten. Als hätte er vor diesem Nikolaus etwas zu befürchten! Nach ihrem schlechten gemeinsamen Start hatte Grossmama ihn längst ins Herz geschlossen, und manchmal hatte Alexa das Gefühl, sie würden um seine Gunst wetteifern.

Grossmama bückte sich mit einem kleinen Ächzen und zog eines der Päckchen unter dem Weihnachtsbaum hervor. «Hier, Ian, das ist für dich. Du bekommst es jetzt schon, weil ihr Weihnachten ja in Oslo feiern werdet.» Es lag ein leichter Tadel in ihrer Stimme, der Alexa dazu brachte, einen Schritt nach vorne zu machen und Ians Hand zu nehmen.

Er schaute zu ihr, und in seinen Augen erschien das Funkeln, das sie so liebte, und dem auch Grossmama nicht widerstehen konnte. Sie stellte sich vor Ian hin und streckte beide Arme aus. Er beugte sich zu ihr hinunter und liess sich umarmen. Erst als Grossmama sich von ihm löste und ihm das Paket entgegenstreckte, liess er Alexas Hand los.

«Vielen Dank!» Ian setzte sich aufs Sofa und liess sich Zeit, den Knoten des Geschenkbandes zu lösen.

Alexa schaute zwischen ihm und Grossmama hin und her und konnte nicht mehr verhindern, dass ein fröhliches Glucksen aus ihrer Kehle schlüpfte. Niemand reagierte darauf.

Endlich hatte Ian das Band gelöst und öffnete mit geschickten Fingern das Papier. Bevor er es wegzog, steckte er die Hand ins Paket, um den Inhalt zu ertasten.

Alexa sah den Moment des Erkennens und biss sich auf die Lippen, als sie beobachtete, wie Ian kurz darum rang, die Fassung zu behalten. Dann zog er die Wollsocken aus dem Papier.

«Du hast für mich gestrickt!», sagte er und richtete den Blick fest auf Grossmama.

Diese nickte strahlend. «Alle Menschen, die mir wichtig sind, bekommen von mir Socken zu Weihnachten», erklärte sie.

Alexa hob den Fuss und wackelte damit.

Über Ians Gesicht zog nur ein kaum sichtbares Lächeln, bevor er aufstand und Grossmama umarmte. «Vielen, vielen Dank!», murmelte er, und Alexa kam nicht umhin, ihn für seine Selbstbeherrschung zu bewundern.

Buchtalk und Lesung

Regina Rinaku und ich haben uns zu einem Buchtalk mit Lesung getroffen, für den sie ihr Buch „Beat San“ mitgebracht hat und ich „Die andere Seite von SCHWARZ“. Wer wissen möchte, was zwei auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Romane für Gemeinsamkeiten haben, ist herzlich eingeladen, sich unseren Talk anzuhören.

Wenn du dich nur für die Lesungen interessierst: Sie beginnen bei 05:06 und 10:15. Bei 18:49 und 19:37 verraten wir die Lieblingsstellen aus unseren Büchern.

Trollmädchen-Fotoshooting

„Immerhin siehst du glücklich aus“, war das Urteil meiner Tochter auf mein Selfie im Trollmädchen-Hoodie. Es war gefühlt das hunderste Selfie und das erste, das ihr mehr als ein Augenrollen entlocken konnte.

„Hilfst du mir?“, fragte ich. „Machst du mit mir ein Fotoshooting?“

Meine Tochter war einverstanden. Aber erst musste sie in die Schule. Dann musste sie Zvieri essen. Dass in der Zeit langsam die Sonne verschwand und die Regenwolken näherkamen, konnte sie nicht erschüttern. Mich auch nicht wirklich. Erst als wir losfuhren – die Fotografin schlug ein Shooting im Herbstwald vor – mit Laterne – wo es ja sowieso schon dunkel war – da fand ich den einsetzenden Regen doch störend.

Wir richteten uns unter dichten Laubbäumen ein. „Aber ich werde mich nicht auf den Boden legen!“, stellte ich klar. Sie hatte viele andere Ideen, die ich mehr oder weniger souverän umsetzte. Wir sahen bald ein, dass die Verhältnisse keine guten Fotos mehr zuliessen, und konnten doch nicht aufhören. Bis ich sagte: „Eigentlich könnte ich mich auch einfach hinlegen!“

Es wurde das beste Foto. Nicht, weil es so gemütlich war auf dem nassen Waldboden zu liegen, aber weil so viel Mutter-Tochter-Spass vorausgegangen war, dass ich nicht nur glücklich aussah, sondern es auch wirklich war.

Seither warten wir darauf, dass die Herbstsonne einmal scheint, wenn sie gerade nicht in die Schule gehen oder andere Teenagerdinge machen muss. Ich hoffe, wir finden einen solchen Zeitpunkt, solange der Wald noch herbstbunt ist. Auf dass es uns gelingt, ein Foto zu machen, auf dem ich glücklich aussehe, die Augen geöffnet habe, die Schrift auf dem Hoodie lesbar ist und dessen Qualität den Anforderungen des Internets entspricht.

1 Jahr „Die andere Seite von SCHWARZ“: Ein Grund zum Feiern und für einen Wunsch

8. Oktober 2020:

Vor einem Jahr erschien „Die andere Seite von SCHWARZ“!

Ich habe mit einer Buchaussetzung im Zug zwischen Leuk und Gampel-Steg gefeiert und mit einer Familienwanderung von Jeizinen nach Feschel (nun googlemapt mal alle schön!).

Danke für alle Glückwünsche, die mich erreicht haben! Sätze, wie

"Dein Buch ist mein Jahreshighlight."
"Du hast etwas ganz Besonderes geschaffen."
"Alexa und Ian werden immer einen Platz in meinem Herzen haben."
"Dein Roman macht Mut, nicht aufzugeben."

sind ein unglaubliches Geschenk für mich! Das Wissen, dass mein Herzensprojekt andere Herzen erreicht, ist das Schönste, was ich als Autorin erreichen kann.

Hat man am Buchgeburtstag einen Wunsch frei?

Wenn ja, dann wünsche ich mir Rezensionen zu meinem Buch!

Es wäre grossartig, wenn potentielle Leser:innen sehen könnten, was die Geschichte von Alexa und Ian bei euch ausgelöst hat, was schwierig war, was schön war, was dazu geführt hat, dass ihr das Buch mochtet oder nicht.

Rezensionen sind – gerade für Indie-Autor:innen – Gold wert, weil sie das Buch sichtbar machen und Neugier wecken. Es müssen keine perfekt ausformulierten Texte sein, ich selber schreibe einfach, was mir von einem Buch geblieben ist.

Meine bevorzugten Plattformen als Leserin sind – neben den Buchblogger:innen auf Instagram – Lovelybooks, Goodreads und Amazon und jede Onlinebuchhandlung. Reine Sternchenvergaben finde ich persönlich wenig hilfreich, da ich gern wissen möchte, weshalb jemand die Sterne verliehen hat. Schliesslich sind die Leser:innengeschmäcker verschieden, und manchmal reizt mich gerade das, was jemand kritisiert hat besonders.

Ich würde mich sehr freuen über Rezensionen zu meinem Geburtstagskind!

Themenwoche DaSvS Teil 3

An den Tagen vier und fünf der Themenwoche haben zwei Bloggerinnen Alexa und Ian, die Hauptfiguren aus „Die andere Seite von SCHWARZ“, vorgestellt. Und das mit so schönen Worten und Bildern!

Themenwoche DaSvS Teil 2

An Tag 2 und 3 der Themenwoche befassten sich zwei Bloggerinnen mit dem Thema Depressionen.

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#perlesthemeweek Tag 3 . In Kooperation mit @wickimirjam und ihrem Bloggerteam 😊 . Depressionen. Ein sensibles Thema. Gestern hat @die_buch_junkies euch ja schon etwas über Depressionen im Allgemeinen erzählt. Heute soll es deshalb um Hilfe gehen. . Eine Depression zu erkennen kann am Anfang durchaus schwierig sein. Noch schwieriger ist es, den Mut aufzubringen, sich diese einzugestehen und sich aktiv Hilfe zu suchen. Ich könnte jetzt unzählige Internetseiten aufzählen, doch das finde ich zwar hilfreich, aber auch heikel. Denn das Internet kann in so einem Fall mMn nur beschränkt helfen. Wichtig ist daher der Mut zur Therapie. . Zu sagen, dass man in Therapie ist, ist teilweise immer noch verpönt, was ich sehr schade finde. Denn ein Therapeut kann viel besser helfen, als irgendein Ratgeber es je tun wird. Einfach weil er/sie Ahnung hat. Weil Fachwissen da ist, das für eine Behandlung essentiell ist. . Deshalb lege ich jedem, der mit leichten oder schweren Depressionen zu kämpfen hat dringend ans Herz, sich einen Therapeuten zu suchen, dem er/sie vertrauen entgegenbringen kann. . Ich weiß, ich als nicht Betroffene sage das so einfach. Ich glaube keinesfalls, das das einfach ist. Wichtig ist deshalb auch, mit Freunden und Familie darüber zu reden oder versuchen zuzulassen, dass sie für einen da sind, auch wenn man sie von sich stößt. . Mirjam hat hinten in ihrem Buch auch ein paar Hilfeseiten aufgelistet. Schaut es euch an. Befasst euch mit dem Thema. Zeigen wir, dass Depressionen ernst zu nehmen sind und es nicht falsch ist, sich professionelle Hilfe zu suchen. . #depression #hilfe #dasvs #bookstagram #themenwoche #blog #bloggerin

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Themenwoche DaSvS Teil 1

Zum 1. Buchgeburtstag von „Die andere Seite von SCHWARZ“ gestalten fünf Bloggerinnen auf Instagram eine Themenwoche. Ich bin unglaublich gespannt auf die Beiträge und freue mich riesig auf die Geburtstagswoche!

Initiatorin der Themenwoche ist Heidelperle mit ihrem Format #perlesthemeweek.

Tag 1: Die Autorin im Interview mit Sasaray_2

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🅸🅽🆂🆃🅰🅶🆁🅰🅼🆃🅾🆄🆁 𝒟𝒾ℯ 𝒶𝓃𝒹ℯ𝓇ℯ 𝒮ℯ𝒾𝓉ℯ 𝓋ℴ𝓃 𝓢𝓬𝓱𝔀𝓪𝓻𝔃 . [Werbung] . 1 🎤 Du hast mit 15 Jahren begonnen "Die andere Seite von Schwarz" zu schreiben. Welchen Titel hatte es damals und wie kamst du auf die Idee? . 𝘐𝘤𝘩 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘰𝘧𝘧𝘦𝘯𝘣𝘢𝘳 𝘥𝘢𝘮𝘢𝘭𝘴 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘴𝘤𝘩𝘸𝘦𝘳𝘨𝘦𝘵𝘢𝘯 𝘮𝘪𝘵 𝘛𝘪𝘵𝘦𝘭𝘯: 𝘋𝘪𝘦 𝘎𝘦𝘴𝘤𝘩𝘪𝘤𝘩𝘵𝘦 𝘩𝘪𝘦𝘴𝘴 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 «𝘔𝘦𝘪𝘯 𝘙𝘰𝘮𝘢𝘯». 𝘋𝘪𝘦 𝘐𝘯𝘴𝘱𝘪𝘳𝘢𝘵𝘪𝘰𝘯 𝘥𝘢𝘻𝘶 𝘬𝘢𝘮 𝘢𝘶𝘴 𝘦𝘪𝘨𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘌𝘳𝘭𝘦𝘣𝘯𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘞𝘶̈𝘯𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘢𝘶𝘴 𝘥𝘦𝘯 𝘚𝘵𝘰𝘳𝘺𝘴, 𝘥𝘪𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘍𝘳𝘦𝘶𝘯𝘥𝘪𝘯 𝘸𝘢̈𝘩𝘳𝘦𝘯𝘥 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦𝘳 𝘚𝘭𝘦𝘦𝘱𝘰𝘷𝘦𝘳𝘴 𝘦𝘳𝘧𝘢𝘯𝘥. . 2 🎤 Wie lange hat es gedauert bis "Die andere Seite von Schwarz" fertig geschrieben war, nachdem du wieder begonnen hattest? . 𝘋𝘪𝘦 𝘙𝘰𝘩𝘧𝘢𝘴𝘴𝘶𝘯𝘨 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘪𝘯 𝘷𝘪𝘦𝘳 𝘔𝘰𝘯𝘢𝘵𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘴𝘤𝘩𝘳𝘪𝘦𝘣𝘦𝘯. 𝘈𝘶𝘴 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘮 𝘦𝘮𝘰𝘵𝘪𝘰𝘯𝘢𝘭𝘦𝘯 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘳𝘨𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘎𝘦𝘴𝘤𝘩𝘪𝘤𝘩𝘵𝘦 𝘧𝘶̈𝘳 𝘓𝘦𝘴𝘦𝘳:𝘪𝘯𝘯𝘦𝘯 𝘻𝘶 𝘮𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯, 𝘥𝘢𝘶𝘦𝘳𝘵𝘦 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘸𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳𝘦 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘪𝘯𝘩𝘢𝘭𝘣 𝘑𝘢𝘩𝘳𝘦.  . 3 🎤 Gab es ein besonderes Erlebnis, dass dich dazu gebracht, wieder mit dem Schreiben zu beginnen? Oder hast du nie wirklich aufgehört? . 𝘋𝘢𝘴 𝘦𝘯𝘵𝘴𝘤𝘩𝘦𝘪𝘥𝘦𝘯𝘥𝘦 𝘌𝘳𝘭𝘦𝘣𝘯𝘪𝘴 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘪𝘯 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘸𝘰𝘳𝘬𝘴𝘩𝘰𝘱 𝘣𝘦𝘪 𝘔𝘪𝘭𝘦𝘯𝘢 𝘔𝘰𝘴𝘦𝘳, 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘮 𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘢𝘴 𝘒𝘳𝘦𝘢𝘵𝘪𝘷𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 𝘯𝘦𝘶 𝘦𝘯𝘵𝘥𝘦𝘤𝘬𝘵𝘦. 𝘋𝘪𝘦 𝘌𝘳𝘧𝘢𝘩𝘳𝘶𝘯𝘨, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 𝘩𝘪𝘯𝘴𝘦𝘵𝘻𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘨𝘢𝘯𝘻𝘦𝘯 𝘙𝘰𝘮𝘢𝘯 𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 𝘬𝘢𝘯𝘯, 𝘰𝘩𝘯𝘦 𝘪𝘮 𝘝𝘰𝘳𝘢𝘶𝘴 𝘻𝘶 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯, 𝘸𝘰 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘪𝘦 𝘎𝘦𝘴𝘤𝘩𝘪𝘤𝘩𝘵𝘦 𝘩𝘪𝘯𝘧𝘶̈𝘩𝘳𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥, 𝘸𝘢𝘳 𝘶𝘯𝘨𝘭𝘢𝘶𝘣𝘭𝘪𝘤𝘩! 𝘋𝘢𝘣𝘦𝘪 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘴 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵𝘴 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘢𝘭𝘴 𝘥𝘢𝘴, 𝘸𝘢𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘣𝘦𝘳𝘦𝘪𝘵𝘴 𝘢𝘭𝘴 𝘛𝘦𝘦𝘯𝘢𝘨𝘦𝘳𝘪𝘯 𝘨𝘦𝘮𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘵𝘵𝘦. . Weiter in den Kommentaren ⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️

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Triggerwarnungen/Inhaltshinweise

Das Thema des heutigen Autor_innensonntags beschäftigt mich schon eine ganze Weile.

Wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb meine Gedanken ausgeufert sind und ich zum ersten Mal in einem Instagram-Post die Grenze der möglichen Zeichen erreicht habe.

Wenn das nicht danach schreit, den Text auch in meinen Autorinnenblog zu stellen!

Am heutigen #autor_innensonntag fragen @justine_thereadingmermaid und ihr Team nach dem Umgang mit Triggerwarnungen in unseren Veröffentlichungen.

„Trigger“ ist ein Begriff aus der Psychologie und bedeutet „Auslöser“. Aus meiner Ausbildung und durch die Arbeit als Systemisch-lösungsorientierter Coach habe ich eine Ahnung davon, was Trigger sind und wie sie wirken. Ich schreibe bewusst Ahnung, denn ich bin keine Psychotherapeutin und habe selber keine Trigger, die meinen Alltag stark einschränken.

Aber ich weiss um die Leistung, die viele von uns täglich erbringen, um ihren Alltag mit Triggern zu leben. Als Autorin will ich diese Leistung nicht unnötig vergrössern, indem ich mit den Themen meiner Bücher Menschen triggere.

Ich weiss aber eben auch, wie vielschichtig das Thema ist. Zwei Themen, die für mich triggernd sind (das eine körperlich, das andere psychisch) werden nie irgendwo als Triggerwarnung aufgeführt werden, weil sie einfach zu spezifisch und persönlich sind. Wenn sie mir in Büchern begegnen, ist es an mir, darauf reagieren zu können.

Das waren denn auch lange meine Vorbehalte gegenüber Triggerwarnungen: Ich kann nicht wissen, was meine Leser:innen triggern wird. Ich will sie nicht mit einer unvollständigen Warnung in einer Scheinsicherheit wiegen. Ich kann niemandem die Verantwortung abnehmen, mit seinen/ihren Triggern umzugehen. Es ist meine Verantwortung als Autorin, schwierige Themen sensibel und adäquat zu behandeln, und dieser Verantwortung will ich mich nicht mit einer Triggerwarnung entziehen.

Die Lösung meines Dilemmas war ein inneres Umformulieren: Ich warne nicht explizit vor Triggern, sondern ich lege offen, welche sensitiven, möglicherweise triggernden, Themen in meinem Buch vorkommen. Die Leser:innen können entscheiden, ob sie sich zu dem Zeitpunkt auf die Themen einlassen mögen oder nicht.

Um meine eigene Sicht zu erweitern, habe ich die Liste für meinen kommenden Roman gemeinsam mit einer Sensitivity Readerin erstellt.

Machen die Begriffe Triggerwarnung und Content Note, also Inhaltshinweis, nur für mich einen Unterschied?

Wie seht ihr das, als Autor:innen und als Leser:innen?

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