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Samstag und Sonntag auf der Frankfurter Buchmesse

Dachte ich am Freitag, es wären viele Leute an der Frankfurter Buchmesse, lernte ich am Samstag, wie es ist, wenn wirklich viele Leute da sind! Am Wochenende ist die Messe allen zugänglich, Bücher können gekauft werden, und zusätzlich sind Cosplayer unterwegs. Zeitweise war in einigen Hallen buchstäblich kein Durchkommen mehr!

Dafür fand ich endlich die Ausstellung vom Gastland Norwegen und genoss die Ruhe und Weite (dank Spiegeln), die dort herrschte.

Ich traf mich mit einer jungen Autorin, die mich mit ihrem Projekt total begeisterte und der ich viel Erfolg wünsche.

Ich verpasste das grosse Schreibnachttreffen, kam aber rechtzeitig zum Brainstormertreffen.

Ich liess mich am meet&greet beim Südpolverlag mit Heiko Hentschel fotografieren, bewunderte einmal mehr sein wunderbares Buchcover und kam mit einer anderen Besucherin ins Gespräch, die sich als die Schweizer Autorin Regina Rinaku entpuppte.

Das Abendessen mit den Brainstormers war schliesslich der perfekte Abschluss des Tages!

Fazit vom Samstag: Ich kann netzwerken unter Buchleuten und mache es gern, so wie es gerade passt und entsteht.

Am Sonntag wollte ich mir den Hugendubel-Pavillon auf der Agora von innen ansehen und landete in einer Lesung von Ulrich Wickert. Er überzeugte mich so, dass sein Kinderbuch «Ritter Otto, eine Prinzessin, eine Hexe, ein Drache und ganz viel mehr …» schliesslich das einzige Buch war, das ich in Frankfurt kaufte.

Ich sah Lukas Bärfuss auf der grossen Terrasse und Simone Lappert irgendwo in Halle 4 und stolperte an der Signierstunde von Nele Neuhaus vorbei.

Ich setzte alles dran, um doch noch eine der blauen Taschen zu ergattern, die es am norwegischen Goodie-Stand auch beim zweiten Mal fragen nicht mehr vorrätig hatte (aber in Halle 3.1, an einem Stand der mit «Oslo» angeschrieben war).

Schliesslich – nach dem Mittagessen im Norwegischen Restaurant und einer Abschiedsrunde durch die Hallen – war die Luft draussen.

Drei Tage voller Bucheindrücke waren vorbei.

Das Fazit der Frankfurter Buchmesse? Ich werde wieder hinfahren!

NaNoWriMo? No!

Für Autorinnen und Autoren ist der 31. Oktober nicht nur gruslig wegen Halloween, Süssigkeiten und mehr oder minder originell verkleideten Kindern, sondern auch, weil er die definitive Entscheidung verlangt:

Nehme ich am NaNoWriMo – am National Novel Writing Month – teil? Vernetze ich mich mit Schreibenden landes- oder gar weltweit und jage dem magischen Ziel «50’000 Wörter in 30 Tagen» nach?

Nach zwei Jahren, in denen ich mit viel Begeisterung und Freude teilgenommen habe, lautet meine Antwort heute: Nein!

Natürlich werde ich schreiben im November, vielleicht werde ich sogar von irgendjemandem angesteckt und fange an, Wörter in die Wordcounttabelle einzutragen,

aber ganz ohne Ziel,

ganz ohne Druck.

Meine Kreativität, meine Zielstrebigkeit und meine Disziplin haben genug gearbeitet dieses Jahr. Diesen November dürfen sie die Beine hochlagern und das Leben geniessen. Falls sie Lust haben, doch etwas zu arbeiten, bin ich da und nehme meine Füsse gern vom Tisch, um zu schreiben. Wenn nicht, dann lassen wir das jetzt so.

Mein Freitag an der Frankfurter Buchmesse

Es war die Idee einer Freundin, gemeinsam die diesjährige Frankfurter Buchmesse zu besuchen. Kaum hatte sie mich für die Idee begeistert, musste sie leider wieder absagen, und ich stand vor der Entscheidung: Fahre ich allein hin oder nicht?

Meine Begeisterung war bereits so gross, dass ich tatsächlich nicht lange überlegte, sondern mir noch im Juli ein Fachbesucherticket kaufte. Die Idee, von Mittwoch bis Sonntag an die Messe zu gehen, verwarf ich nach einiger Überlegung und entschied mich schliesslich, erst am Freitag nach Frankfurt zu fahren.

Zu meiner Überraschung konnte ich am frühen Morgen in Olten den ICE besteigen, der mich bis nach Frankfurt brachte. Die Durchsage «Frankfurt am Main, Hauptbahnhof!» klang exakt wie damals auf dem Heidi-Kasettli!

Mit dem Hotel Villa Florentina hatte ich eine gutgelegene und angenehme Unterkunft gefunden, in einem Viertel, in dem ich mich zu jeder Tages- und Nachtzeit getraute, allein unterwegs zu sein (was in der Region um den Bahnhof leider nicht der Fall war).

Kurz nach zwölf Uhr am Freitag betrat ich das Messegelände, passierte Ticketkontrolle, Taschenkontrolle und Garderobe und stand kurz danach auf der Agora, der grossen Freifläche zwischen den Messehallen. Diese gehört meiner Meinung nach mit zum Besten, was das Messegelände zu bieten hat, zusammen mit der Aussenrolltreppe, der Terrasse auf Halle 3 und den Rollbändern durch die langen Gänge! Ach, und der Messeturm ist natürlich auch eindrücklich. Alles trägt dazu bei, dass ich immer wieder zu Atem kam und Möglichkeiten fand, den Massen zu entfliehen.

Denn Massen hat es. Bücher natürlich. Menschen (obwohl ich noch lernen sollte, dass es am Freitag noch nicht wirklich Massen waren). Eindrücke. Geräusche. Verlage. Und immer wieder Bücher.

Ich wandelte, schlenderte, eilte, ging durch die Hallen, blieb stehen, wenn mich etwas interessierte, sah Autorinnen, die ich aus dem Internet kannte, und getraute mich nicht, sie anzusprechen, holte mir am Stand von BoD Infos, die ich im Internet nicht gefunden hatte, ass Thai Curry auf der Agora, gerade als der grosse Platzregen kam, suchte die Norwegen-Ausstellung und fand sie nicht und fand alles einfach grossartig. Und gross.

Mein Fazit vom Freitag: Es gibt unglaublich viele Bücher! Es gibt für jeden und jede ein Buch. Genauso wie es ganz bestimmt für jedes Buch Leserinnen und Leser gibt.

Am Abend traf ich mich bei 9lesen mit einigen meiner Writingbuddies aus dem Schreibnachtforum. Menschen, die mein Schreiben schon lange und intensiv begleiten, persönlich zu treffen, war ein grosses Highlight, und die Brainstormers sind tatsächlich so nett, hilfsbereit und unkompliziert wie im Internet! Ein weiteres Highlight war natürlich, dass zwei von ihnen aktiv an der Lesung teilnahmen. Francis Behrend, die New Adult Romance las, und unsere «Todesfee» Katrin Biasi mit einer Horrorgeschichte.

Und was tat ich, als ich zurück im Hotel war? Lesen natürlich! Allerdings nicht in einem neugekauften Buch, sondern im E-Book, das ich mir bereits zu Hause auf den Tolino geladen hatte («Hundert Lügen», einem Jugendroman von Alice Gabathuler). Und zwar so lange ich wollter, schliesslich war niemand da, der mich mahnte, endlich das Licht zu löschen!

Gefühlsflut. Heute: Die Angst

Freude, Glück, Stolz, Zweifel, Sorgen, Ärger – auf meinem Weg als Autorin und Selfpublisherin von «Die andere Seite von SCHWARZ» habe ich einen grossen Teil der Gefühlspalette erlebt.

Heute ist es die Angst. Nicht die Angst davor, die LeserInnen könnten das Buch nicht mögen. Ich weiss, dass es welche gibt, die es lieben. Ich weiss auch, dass nicht alle es lieben werden. Ich weiss, dass es Kritikpunkte gibt, subjektive und objektive, mir bekannte und solche, die mich überraschen werden.

Was mich heute umtreibt, ist die Angst vor meiner eigenen Verletzlichkeit. Es steckt viel von mir in diesem Buch. Viel Herzblut, viel Engagement, viel Zeit, viel Liebe, viele Gedanken und Gefühle, viele Entscheidungen.

Die Geschichte ist Fiktion, und doch fühlt es sich an, als würde ich mein Innerstes nach Aussen kehren. Ich wollte das so, es war eine meiner vielen Entscheidungen, spätestens nachdem ich das kluge Zitat des Herrn Goethe gelesen hatte: «Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.» Dieser Roman kommt sowas von von Herzen!

Doch heute Morgen hat mich die Angst gepackt, dass mein Herz vielleicht zu wenig geschützt sein könnte. Dass es sich zu viel zugemutet hat, zu viel von sich preisgibt, sich zu verletzlich gemacht hat.

Ich bin nicht gern verletzlich, jedenfalls nicht öffentlich und sichtbar. Doch ich bin es, und da gehen wir jetzt durch, mein Herz und ich.

Bald ist es soweit!

Es war einmal eine Autorin, die konnte es nicht mehr erwarten, bis ihr Buch endlich veröffentlicht werden würde. Doch bevor es soweit war, erreichten sie zwei grosse Pakete voller Bücher. Voll von ihren Büchern! Sie wollte sie feiern, die Pakete, sie wollte tanzen vor Freude, sie wollte jubeln und alle Welt daran teilhaben lassen, doch dann – dann wurde sie ganz still und ehrfürchtig. Sie öffnete die Pakete, hob die Bücher heraus, nahm sie in die Hand und genoss diesen intimen Moment, der nur ihnen gehörte. Endlich verstand sie, was mit dem Begriff «Buchbaby» gemeint war!

Mittlerweile sind wir ganz beieinander angekommen, und bald – wirklich bald – dürfen die Buchkinder in die weite Welt hinaus!

Dies ist ihr Fahrplan (wir hoffen auf Pünktlichkeit):

Veröffentlichung von «Die andere Seite von SCHWARZ» bei Amazon als Taschenbuch und E-Book: 08. Oktober 2019

Versand von signierten Exemplaren: ab 14. Oktober 2019 (ab sofort bei der Autorin bestellbar)

Vom 18. bis 20 Oktober 2019 bin ich als Fachbesucherin auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und werde einige Bücher im Gepäck haben.

Vernissage mit Buchverkauf: Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Gemeindebibliothek Niederlenz (Rössligasse 6)



Done!

Am Dienstag ist der Probedruck meines Buches bei mir angekommen, und ich bin einfach nur begeistert (wie man sieht).

Ich habe ihn als BoD-Fun-Projekt erstellt, bei diesem Angebot kriegt man keine ISBN-Nummer und das Buch erscheint nicht im Buchhandel.

Der nächste und vorerst letzte Selfpublishing-Schritt war nun, die definitive Version hochzuladen, nicht mehr zum Spass, sondern als BoD-Classic.

Ich hab’s getan. Heute Nachmittag. Ab dem 8. Oktober 2019 ist «Die andere Seite von SCHWARZ» als Taschenbuch und E-Book (Amazon) erhältlich.

Ich bin glücklich. Erschöpft. Ungläubig staunend. Übervoll und irgendwie leer. Und hoffe, bald die definitive Version in der Hand halten zu können und genauso zu strahlen wie am letzten Dienstag!

Bitte um Feedback

Liebe Leserinnen und Leser von «Ich melde mich ab», wahrscheinlich ist es schon eine Weile her, seit ihr das Buch gelesen habt. Erinnert ihr euch an den ersten Eindruck? Wisst ihr noch, was euch besonders gefallen oder gestört hat an dem Buch? Habt ihr vielleicht Lust, es noch einmal zu lesen? Oder seid ihr gar zukünftige Leser*innen meines Erstlingswerks?

Ich habe auf jeden Fall eine Bitte an euch: Für mich als Autorin ist es eine grosse Marketinghilfe, wenn es Rezensionen und Feedbacks zu meinen Büchern gibt. Gern veröffentliche ich sie hier auf der Website. Es ist aber auch toll, wenn auf Amazon oder anderen Onlineshops Rezensionen zu finden sind.

Dabei geht es um eure ehrliche Meinung, die potentiellen Leserinnen und Lesern bei der Kaufentscheidung helfen soll. «Mirjam ist nett, deshalb habe ich ihr Buch gekauft» ist wenig hilfreich, und ich versichere euch, dass ich weiterhin nett sein werde, auch wenn ihr kritisch rezensiert!

Falls ihr auf Lovelybooks unterwegs seid: Sobald ich den Überblick gewonnen habe, werdet ihr mich und meine Bücher auch dort finden.

Ich würde mich sehr freuen, von euch zu lesen!

Herzlich, Mirjam

P.S. Noch gibt es «Ich melde mich ab» nur als Taschenbuch. Die Idee eines E-Books steht im Raum, und ich hoffe, dass ich sie bald realisieren kann.

Textschnipsel aus «Die andere Seite von SCHWARZ»

Während ich heute das Gemüse fürs Mittagessen aus dem Garten holte, kam mir der Gedanke, dass Alexa und Ian aus «Die andere Seite von SCHWARZ» während des ganzen Romans nie im Gemüsegarten anzutreffen sind! Komisch, wo sie doch so viel Platz haben rund um ihr Häuschen und Ian so gerne kocht. Aber wer weiss: Vielleicht haben sie ja einen Gemüsegarten und er wurde einfach nie wichtig für die Geschichte …

Ein anderer Garten spielt allerdings eine wichtige Rolle: Der Garten von Lena aus der Brückenclique, in dem die legendäre Party stattfand, an der Ian und Alexa sich zum ersten Mal küssten! Dass dies unter den Augen von Ians Schwester Saskia geschah, führte einige Zeit später zu diesem Gespräch unter Geschwistern:

«Saskia zündete sich eine Zigarette an. Knapp blies sie den Rauch an Ians Gesicht vorbei und sagte betont locker: «Hei, Bruderherz, erzähl uns doch mal von deinem Mädchen!»

Marit hob erstaunt die Augenbrauen. «Du hast ein Mädchen?»

«Ja, hat er!», antwortete Saskia. «Seit dieser Gartenparty vor einem Monat. Sie ist süss, aber ganz ehrlich, Ian: Was willst du von der Kleinen?»

Marit lachte. «Ja, was wohl? Was wollen grosse, böse Buben von süssen, kleinen Mädchen?»

Ian blitzte Saskia an. «Sie ist meine Freundin. Das will ich von ihr. Verstehst du? So wie du und der Portugiese!»

«Hör auf!», zischte Saskia. «Hör auf, João Portugiese zu nennen, du Rassist!»

«Dann hör du auf, Alexa ein kleines Mädchen zu nennen, du Snob!»

Ein Kellner kam mit einem Tablett voller Weingläser vorbei. Sie griffen alle zu. Ian nahm nach einem kurzen Zögern gleich noch ein zweites Glas. Während er das erste leerte, fragte Saskia: «Du bist also tatsächlich noch mit ihr zusammen?»

«Ich werde immer mit ihr zusammen sein!», antwortete er überzeugt.

Liedtexte und Buchtitel in meinem Roman

Meine Playlist während des Schreibens von «Die andere Seite von SCHWARZ» bestand grösstenteils aus Songs von EUROPE (zufälligerweise meine und Alexas Lieblingsband :-)). Immer wieder passten Melodien und Texte zu den Szenen, die ich schrieb, und in meiner Rohfassung tauchten mehrmals ganze Liedzeilen auf.

Dann befasste ich mich mit Urheberrecht und korrektem Zitieren und stellte fest, dass die Grenzen dafür eng sind.

Matthias Matting von der Selfpublisherbibel schreibt in seinem Artikel «Autorentipp: Liedzitate im Buch – was ist erlaubt, und wie muss ich vorgehen?»:

«Kann ich einen Songtext in meinem Buch zitieren? Kurze Antwort: Nein. Lange Antwort: In der Regel nur mit Genehmigung des Rechteinhabers.»

Aus diesem Grund strich ich die Songzeilen aus dem Text (kill your darlings – immer wieder) und deutete nur an einer Stelle an, um welches Lied es sich handeln könnte. Nun gibt es aber dieses Lied, das mich während der letzten Überarbeitung begleitete, und dessen eine Passage alles enthält, was das Schreiben von «Die andere Seite von SCHWARZ» für mich ausmachte. Ich würde diesen Abschnitt gern vorne ins Buch schreiben und habe mich aus diesem Grund für eine Bewilligung zum Zitieren ans Management von EUROPE gewandt. Leider ist die Antwort noch ausstehend.

Heute wurde ich von meiner Korrektorin darauf hingewiesen, dass ich in meinem Roman einen Buchtitel zitiere. Darf ich das? Meine Recherchen haben bis jetzt noch keine klare Antwort ergeben. Zur Sicherheit habe ich dem Verlag eine Mail geschickt und nachgefragt.

Ich hoffe, damit alles beachtet zu haben, was Urheberrechtsschutz in meinem Roman angeht.

https://www.youtube.com/watch?v=gbxNV6pAE3g
Qualitativ nicht die beste Auffnahe von «Pictures», aber ich stand an diesem Abend nur wenige Meter von der Bühne entfernt, und es fühlte sich an, als würde die Band dieses Lied für mich und «Die andere Seite von SCHWARZ» spielen.