Im Café mit Ian und Anne

Von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Heute treffe ich mich in meinem Café mit Ian und Anne. Ian ist neben Alexa die Hauptfigur in meinen Romanen «Die andere Seite von SCHWARZ» und «Die Aussicht auf BUNT», Anne ist seine Mutter. Da die Romane in einem Zeitraum von beinahe vierzig Jahren spielen, lernt man beide Charaktere in den Büchern während verschiedener Lebensphasen kennen.

Inhaltshinweis: In diesem Blogbeitrag kommen die Themen Depressionen und ein verdrängtes Kindheitstrauma vor.

Hei, ihr Lieben, schön euch wieder einmal zu sehen. Herzlich willkommen in meinem Café!

Anne: Danke für die Einladung. Ich habe mich gewundert, dass du Ian und mich eingeladen hast und nicht Ian und Alexa.

Der Grund dafür ist eines meiner Lieblingszitate aus «Die Aussicht auf BUNT», nämlich Ians Aussage «Wir können die Vergangenheit nicht ändern, nur die Zukunft neu schreiben.» Das sagt er im Gespräch mit dir.

Anne: Ja. Vielleicht weil wir beide uns am meisten wünschen, dass wir die Vergangenheit ändern könnten.

Stimmt das denn, Ian?

Ian: Ich glaube, ich hätte den Satz zu jedem und jeder aus unserer Familie sagen können. Ich glaube auch nicht, dass Mamma und ich uns mehr wünschen, wir könnten die Vergangenheit ändern, als meine Schwestern und mein Vater dies tun. Aber wir konnten am offensten darüber reden. Sagen wir hier eigentlich, worum es genau geht?

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Schreiben, lesen, sich organisieren

Hoi! Schön, dass du den Weg in mein Café gefunden hast. Ich sitze mit einem Glas Orangensaft am Küchentisch, weil ich letzten Samstag gemerkt habe, dass mir zu viel Kaffee auch am Wochenende nicht guttut.

«Mirjams Café» hat heute zum zweiten Mal geöffnet, hier noch einmal die Idee dahinter:

Zum neuen Namen meines Blogs hat mich mein Lieblings-Schreibratgeber inspiriert, der in der deutschen Ausgabe „Schreiben in Cafés“ heisst (Natalie Goldberg im Autorenhaus Verlag). Cafés sind für mich Orte der Geselligkeit und des Genusses, genauso wie Orte zum Lesen und Schreiben. In „Mirjams Café“ gibt es alles davon: Hier erzähle ich von meinem Schreiben und Lesen, teile meine Gedanken und würde mich freuen, wenn in den Kommentaren Gespräche stattfinden könnten.

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Willkommen in Mirjams Café

Mein Lieblings-Schreibratgeber heisst in der deutschen Ausgabe «Schreiben in Cafés» (Natalie Goldberg im Autorenhaus Verlag). Dieses Buch voll kreativer Schreibanregungen hat mich zum neuen Namen meines Blogs inspiriert: «Mirjams Café».

Cafés sind für mich Orte der Geselligkeit und des Genusses, genauso wie Orte zum Lesen und Schreiben. In «Mirjams Café» gibt es alles davon: Hier erzähle ich von meinem Schreiben und Lesen, teile meine Gedanken und würde mich freuen, wenn in den Kommentaren auch Gespräche stattfinden können.

Also macht es euch gemütlich bei Kaffee oder Tee, Süssgebäck oder einem Gipfeli und taucht mit mir ein in die Welt der Buchstaben.

Der November in Mirjams Café

Schreiben

Auch wenn der NaNoWriMo dieses Jahr ohne mich stattfindet, will ich im November schreiben. Mein Projekt «Liv und Celeste – Rockromance und mehr» wächst langsam, aber stetig.

Du weisst nicht, was der NaNoWriMo – der Nation November Writing Month – ist? In diesen Beiträgen habe ich schon davon berichtet:

NaNoWriMo? No!

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Wie viel soziale Interaktion vertrage ich?

Ich bin eine Person, die vieles ungefiltert aufnimmt. Begegnungen mit Menschen, Worte, nonverbale und unterschwellige Botschaften, Gefühle. Oft beschäftigt mich Gesehenes, Gelesenes und Gehörtes tagelang.

Im Lauf der Zeit habe ich gelernt, dass nicht alles, was ich auf mich münze, auch so gemeint ist. Dass ich mir manchmal Dinge zu Herzen nehme, die für den/die Sender*in schon lange vorbei sind. Dass vieles nicht relevant ist für mein Leben. Längst trifft mich nicht mehr alles bis ins Mark.

Aber es trifft mich. So wie es uns alle trifft. Aktionen, Worte, Gefühle von Menschen treffen in uns drin auf Resonanz, lösen etwas aus und lassen uns reagieren. So funktioniert menschliche Interaktion (sehr kurz zusammengefasst), und ich liebe dieses Zusammenspiel. Ich interessiere mich für meine Mitmenschen, für ihre Meinungen, ihre Sicht auf die Welt, für Reaktionen und Gefühle.

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Noch eine Woche bis zur Veröffentlichung

Es war einmal ein Roman, der sich ein bisschen zierte, fertig zu werden. Vielleicht hatte es mit den Themen zu tun, um die er sich drehte: Geborgenheit, Nähe und Aufbruch.

So sehr der Roman und seine Autorin sich den Aufbruch wünschten, so sehr genossen sie halt auch die Nähe zueinander und die Geborgenheit jenseits der Öffentlichkeit.

Doch dann wurde es Mai, und die Zeit des Aufbruchs war endgültig gekommen. Und so darf ich endlich verkünden, wann «Die Aussicht auf BUNT» in den Buchhandel kommt:

🎉 Am 17. Mai 2021, dem norwegischen Nationalfeiertag und Geburtstag von Protagonistin Alexa 🎉

Lesungen stehen noch keine fest, im Hintergrund laufen aber Planungen für Aktionen, bei denen wir uns alle sicher fühlen können. Signierte Taschenbücher können bei mir vorbestellt werden – ich freue mich, sie zu verschicken oder persönlich vorbei zu bringen.

Gespräch zum Jahreswechsel

«Vielen Dank, Alexa!»

«Wofür?»

«Dafür, dass du mit diesem Satz herausrückst, just an dem Tag, an dem alle Welt Vorsätze fürs neue Jahr fasst. Einen Tag, nachdem ich verkündet habe, dass ich mir Ziele setzen will für meine Social-Media-Accounts. Einen Tag, bevor das Jahr anfängt, in dem ich die Fortssetzung von deiner und Ians Geschichte veröffentlichen will!»

«Na, und?»

«An diesem Tag kommst du mit der Aussage, dass wir das Leben sowieso nicht planen können?»

«Hm … Mirjam, du weisst aber schon, dass du mir den Satz in den Mund gelegt hast, oder?»

«Ja. Das weiss ich natürlich.»

«Und du weisst, dass er in der Szene, in der ich ihn zu Ian sage, weder resigniert noch niederschmetternd klingt, sondern sehr, sehr hoffnungsvoll. Es gibt Momente, da sind es nicht Pläne, die wir brauchen.»

«Sondern? Was war es, was ihr in dem Moment gebraucht habt?»

«Vertrauen, Mirjam.»

«Oh … Für diesen Perspektivenwechsel danke ich dir nun wirklich von Herzen, Alexa! Vertrauen ist das Wort, mit dem ich dieses Jahr beenden und das nächste anfangen will. Auch wenn ich mir dabei erlaube, auch Pläne zu machen.»

«Ich wünsche dir alles Gute dafür. Und ich freue mich auf unser nächstes gemeinsames Abenteuer!»

«Ich mich auch! Ich wünsche dir und Ian einen wunderschönen Silvester, Alexa, wo immer ihr ihn verbringen mögt. Bis im nächsten Jahr.»

Bis im nächsten Jahr, liebe Leser*innen! Ob ihr Team «Pläne und Vorsätze» oder Team «annehmen, was kommt» oder wie ich Team Mixed seid – ich wünsche euch einen guten Jahreswechsel und einen vertrauensvollen Blick in die Zukunft.

Small Talk mit Maria

Wir sassen uns in der Kirche gegenüber, Maria und ich, gut eine Stunde lang.

«Hallo, du Reine.»

«Ich – was?»

«Die Pfarrerin hat einen Liedtext vorgelesen über Maria, die Reine. Das bist du.»

«Hm.»

«Ich weiss. Du bist in den letzten Tagen quer durchs Land gelaufen, und am Ende bist du in einem Stall gelandet. Ohne Dusche und fliessendes Wasser.»

«Und da habe ich mein Kind geboren. Mein erstes Kind. Und zwar nur mit der Hilfe meines Mannes.»

«Danach kamen Hirten zu Besuch. Direkt vom Feld. Mit ihren Schafen.»

«Ja. Von wegen rein.»

«Du meinst, der Typ, der das Lied getextet hat, hat dich etwas überschätzt?»

«Nein. Er hat mich unterschätzt!»

Die reine Magd, die denjenigen geboren hat, um den sich in Zukunft alles drehen wird, und deren Aufgabe damit erfüllt ist. Weder Maria noch ich sind am heutigen Weihnachtsmorgen einverstanden mit dieser Interpretation ihrer Geschichte.

Die inspirierenden Krippenfiguren der Künstlerin Agnes Hodel stehen immer im Dezember in der Kirche Niederlenz.

Ein unliebsames Geschenk

Geschenk – lautet eine Aufgabe der #myBookChallenge, die Books on Demand im Dezember 2020 durchführt. Der arme Protagonist soll ein Geschenk bekommen, das ihm nicht zusagt.

(Originalfoto by Hailey Powers on Unsplash)

Ich bin für die Aufgabe in die Vergangenheit gereist, in eine Zeit, in der Ian und Alexa jung und schwer verliebt waren. Wer «Die andere Seite von SCHWARZ» zu Hause hat: Die Szene würde sich in die S.127 einfügen, ins Unterkapitel «Advent und Weihnacht 1992».

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Buchtalk und Lesung

Regina Rinaku und ich haben uns zu einem Buchtalk mit Lesung getroffen, für den sie ihr Buch «Beat San» mitgebracht hat und ich «Die andere Seite von SCHWARZ». Wer wissen möchte, was zwei auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Romane für Gemeinsamkeiten haben, ist herzlich eingeladen, sich unseren Talk anzuhören.

Wenn du dich nur für die Lesungen interessierst: Sie beginnen bei 05:06 und 10:15. Bei 18:49 und 19:37 verraten wir die Lieblingsstellen aus unseren Büchern.