Liebe, Hoffnung, Mut und Depressionen?

Die Lesezeichen und Postkarten, die ich zu «Die andere Seite von SCHWARZ» drucken liess, tragen die Worte Liebe, Mut und Hoffnung. Es sind Werte, die sich immer wieder zeigen in meinen Geschichten, und sie spiegeln meine eigene, zuversichtliche Sicht auf das Leben wider. Ich glaube nicht daran, dass sich alle Probleme lösen lassen, indem wir lieben, hoffen und mutig sind, aber ich bin dankbar dafür, selber immer wieder Quellen von Liebe, Mut und Hoffnung zu finden – in mir drin und ausserhalb – und damit die nächsten Schritte zu gehen. (Oder auch nicht so viele Schritte zu gehen und zu Hause zu bleiben.)

Ich hatte nicht geplant, ein Buch zu schreiben, in dem Depressionen eine wichtige Rolle spielen. Ich fand mein uraltes Romanmanuskript auf dem Dachboden, verliebte mich neu in meine Charaktere und schrieb ihre Geschichte weiter. Natürlich stellte ich mir irgendwann die Frage, ob ich die Geschichte wirklich so erzählen wollte, noch mehr, als sie für mich selbst eine überraschende Wende nahm, was die Ursache von Ians Depressionen anging. Ich hätte mich dafür entscheiden können, es meine Geschichte bleiben zu lassen, und sie nicht zu veröffentlichen. Ich hätte sie umschreiben können.

Ich entschied mich anders und wagte den Spagat zwischen einer fiktiven Liebesgeschichte und realen, schweren Themen. Für wie erschreckend viele Menschen Depressionen real sind, sei es aus eigenem Erleben oder im Bekanntenkreis, erfahre ich jetzt, in Reaktionen auf mein Buch. Dabei bekomme ich unterschiedliche Rückmeldungen: Wie echt Ians Gefühle beschrieben seien. Wie gut man Alexas zeitweilige Verzweiflung verstehen könne. Wie viel Verständnis die Geschichte wecke für Menschen mit Depressionen und Traumata. Aber auch, dass die Geduld von Alexa und ihrem Umfeld unrealistisch gross sei. Dass es nicht verständlich sei, wie wenig Ian gegen die Depressionen machte.

Rezensent*Innen von «Die andere Seite von SCHWARZ» betonen die Tiefgründigkeit des Themas und die Hoffnung, die sich durch den Roman zieht. Wenn ich das lese, weiss ich, dass meine Geschichte bei diesem Menschen so angekommen ist, wie ich sie gemeint habe, und das ist wohl etwas vom Schönsten, was einer Autorin passieren kann!

Ich freue mich, wenn mein Roman für mehr Verständnis für Menschen mit Depressionen sorgt oder dazu anregt, über die eigene Sicht auf das Leben nachzudenken. Ich bin froh um kritische Rückmeldungen und Hinweise auf Themen, die ich vernachlässigt habe bei meinen Recherchen. Hier gern noch einmal der Hinweis an Leser*Innen: Schreibt mir, wenn euch etwas gefallen oder gestört hat, persönlich oder in einer Rezension. Ich bin sehr dankbar dafür!

Denn die Geschichte von Alexa, Ian und ihrem Krümelchen – diesem Kind, das dank Liebe, Mut und Hoffnung auf dem Weg zu ihnen ist – geht weiter, die Rohfassung von Band 2 wird diesen Monat von mir überarbeitet. Es bleibt realitätsnah, es bleibt emotional, es bleibt ehrlich. Mehr verrate ich aber noch nicht!

Hier geht es zu den Rezensionen zu „Die andere Seite von SCHWARZ“ auf Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Mirjam-Wicki/Die-andere-Seite-von-schwarz-2320855540-w/

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