
Ich habe diese Woche die Nachricht erhalten, dass das E-Book von «Die andere Seite von SCHWARZ» schon mindestens 55 Mal heruntergeladen wurde, seit die neue Auflage erschienen ist.
Leider freue ich mich über keinen einzigen dieser 55 Downloads.
Es waren nämlich alles Raubkopien.
(Wenn du die Geschichte lieber hören möchtest, statt sie zu lesen, kannst du zu Instagram rüberhüpfen: Instagram-Post vom 16.01.26)
Die Nachricht kam von «Wir finden es». Das ist eine Dienstleistung, die im Internet nach Seiten sucht, die E-Books illegal hochladen und anbieten. «Wir finden es» fordert die Betreiber der Websites auf, die Links wieder zu löschen, was häufig auch gemacht wird.
Ich hatte ihren Dienst bereits nach dem Erscheinen von «Liv und Celeste – Unter die Haut» in Anspruch genommen. Damals war es auch einige Uploads und Diebstähle, es war aber nicht so krass. Vor allem war die Anzahl der gekauften Ebooks deutlich höher als die der geklauten. Das ist jetzt leider nicht der Fall.
Mit dem Download von Raubkopien entgeht mir nicht nur Geld. Es entgeht mir auch Sichtbarkeit, da Käufe bei offiziellen Anbietern dem Algorithmus zeigen, dass mein Buch interessant ist. Allenfalls entgehen mir Bewertungen und Rezensionen, dank denen ich neue Lesende gewinnen könnte. Und natürlich wird mir die Freude genommen, die ich jedes Mal verspüre, wenn eines meiner Bücher gekauft wird.
Ich weiss, dass viele Autorenkolleg*innen zurzeit mit diesem Problem kämpfen. Offenbar sind gerade viele Piratenseiten aktiv. Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass es Leute gibt, die es okay finden, ein Buch herunterzuladen, ohne dafür zu bezahlen. Denen die 2.99 Euro Einführungspreis zu viel waren. Die nicht bereit sind, 5.99 Euro zu bezahlen für einen 300-seitigen Roman oder ein Abo für Kindle Unlimited abzuschliessen und «Die andere Seite von SCHWARZ» im Rahmen dieses Abos kostenlos zu lesen.
Das nervt gewaltig!
Ich bin sehr froh um «Wir finden es» und ihre Arbeit. Und ich bin sehr froh, dass es ganz viele Leserinnen und Leser gibt, die bereit sind, ihre Bücher dort zu beziehen, wo ich als Autorin etwas davon habe. Denen die Geschichte von Alexa und Ian etwas wert ist. Denen meine Arbeit und die der Coverdesignerin und der Lektorin/Korrektorin etwas wert sind. Die es nicht okay finden, ein Ebook zu klauen, nur weil sich die Gelegenheit dazu ergibt.























