Ich bin im Internet!

Übrigens: Besteht eigentlich Interesse an einem Newsletter zu meinem Autorinnenleben und meinen Büchern? Über Antworten in den Kommentaren würde ich mich freuen.

Autoreninterview

Am 2. Mai veröffentlichte Tenja Tales auf ihrem Blog „Weltenschmie.de“ ein Autoreninterview mit mir! Ich kenne Tenja vom Schreibnachtforum, wo sie mir unter anderem mit ihren Gedichten aufgefallen ist. Nun hat sie eines über mich verfasst:

Mirjam schreibt emotional und lebensnah,
Das klingt für Romane ganz wunderbar!
Im Interview mit ihr erfährst du viel
Über Kontraste, Coaching und Autorenziel!
(Tenja Tales, http://www.weltenschmie.de)

Hier geht es zum Interview: https://weltenschmie.de/autoreninterview-mit-mirjam-wicki/

Herzlichen Dank, Tenja, für die tollen Fragen, es hat grossen Spass gemacht, sie zu beantworten (und war gerade richtig knifflig).

Neue Rezension zu „Die andere Seite von SCHWARZ“

Druckfrisch: Marina Wieses Rezension von „Die andere Seite von SCHWARZ“ auf Goodreads. Danke für die Rezi und die Leseempfehlung!

https://www.goodreads.com/review/show/3226843288

#Autorensonntag „Vorbilder“

(Kann nicht mal jemand einen #aurorensonntag ins Leben rufen? Ich vertippe mich jedes Mal!)

View this post on Instagram

No filter… So sieht es aus, wenn ich am #montagmorgen den #autorensonntag nachhole 🤓 @justine_thereadingmermaid hat nach Vorbildern für mein #autorinnenleben gefragt und das ist mal eine Frage, über die ich nicht nachdenken muss bevor ich sie beantworte: Vorbild und Inspiration für mich als Autorin sind @astridlindgrenofficial und @milena.moser ❤️ Sie sind Frauen, die ihren eigenen Weg gehen, ihre Meinung sagen, immer weiterschreiben, erfolgreich sind. Sie sind noch viel, viel mehr, von dem wir Fans manchmal etwas sehen, während uns anderes immer verborgen bleiben wird. Sie schreiben packende Geschichten über Themen, die ihnen wichtig sind, und Figuren, die sie lieben. Ihre Bücher unterhalten mich, ziehen mich in ihren Bann, hallen nach. Während es mir oft schwerfällt, mich für ein "Lieblingsetwas" zu entscheiden, weiss ich bei Astrid Lindgren und Milena Moser sogar, welches ihrer Bücher – von denen ich viele mag! – meine Lieblinge sind: "Ronja Räubertochter", das mich als Primarschülerin um den Schlaf brachte, weil ich mich so sehr vor den Wilddruden fürchtete, und auch sonst alles hat, was das Lesen für mich zu einem wunderbaren Abenteuer macht. "Land der Söhne", dessen Figuren ich so lieb bekommen habe (ich warte immer noch auf mehr von Santi und seiner Familie!) und das mit Leichtigkeit von Schwerem erzählt. Habt ihr Vorbilder für euer kreatives Werken? #vorbild #MilenaMoser #LandDerSöhne #AstridLindgren #RonjaRäubertochter #autorenleben #amwriting #Inspiration #autorenleben

A post shared by Mirjam Wicki (@wickimirjam) on

#Autorensonntag

Seit ein paar Wochen nehme ich am Autorensonntag teil, den Justine initiiert hat. Jedes Wochenende gibt sie ein Thema vor, zu dem man sich einbringen kann, wenn man mag. Mindestens so interessant wie mir selbst Gedanken zu machen, ist es, die Beiträge der anderen Autor*Innen zu lesen.

Meine Beiträge poste ich jeweils auf Instagram, Facebook und Twitter.

Diesen Sonntag sieht mein Beitrag so aus:

Wie halte ich es mit Sexszenen in meinen Romanen? Dies das Thema vom heutigen Autorensonntag , den Justine wieder für uns initiiert hat.

Meine Protagonisten sind erwachsene Menschen in einer festen Beziehung, sie haben Sex. Oder eben nicht. Man weiss das als Leser*In, wenn es für die Geschichte wichtig ist, aber ich bin sicher: Die gehen manchmal auch miteinander ins Bett, wenn wir nichts davon mitkriegen!

Ich gehöre zu den Autor*Innen, die die Szene ausblenden, wenn klar ist, worum es geht. Bis vor Kurzem meinte ich, es gar nicht beschreiben zu können, und habe deshalb heimlich geübt. Dabei merke ich, dass es mit den Sexszenen wie mit anderen Herausforderungen im Autorenleben ist: Ich kann lernen, darüber zu schreiben. Wenn es in einem späteren Projekt wichtig werden sollte, bin ich bereit dazu!

Bereits mein aktuelles Manuskript #EtwasMitBUNT hat Sexzenen, die detaillierter beschrieben sind als obiger Textschnipsel. Gerade bei dem Projekt kommt allerdings ein weiterer Punkt dazu, weshalb ich nicht zu sehr ins Detail gehe bei den Sexszenen:

Die Intimsphäre meiner Charaktere ist mir sehr wichtig. Das mag komisch klingen, sind sie doch «nur» Romanfiguren. Doch wer «Die andere Seite von SCHWARZ» gelesen hat, wird wahrscheinlich verstehen, weshalb ich in diesem Fall bewusst sensibel vorgehe. «Mein Körper gehört mir» heisst hier auch: Liebe Autorin, wenn es nicht absolut notwendig ist für die Geschichte, dann lass uns in Ruhe, wenn wir uns ausziehen!

Frohe Ostern, trotz und wegen allem

Ein Osterkaninchen beim Nestbau. Osterraclette am Karsamstag. Osterbrötchen, die mehr wie Katzen als wie Hasen aussehen. Primeli statt Osterglocken. Keine Reise ins Wallis. Kein gemeinsamer Osterjubel mit den Grosseltern. Kein Gottesdienst am Karfreitag.

Ostertage, die anders sind als gewohnt.

Ostern, die nicht weniger wert sind als immer.

Christus ist auferstanden und heute spüre ich, dass ich allen Fragen und Einwänden zum Trotz aus ganzem Herzen daran glaube.

Ich wünsche euch frohe und gesegnete Ostern!

Liebe, Hoffnung, Mut und Depressionen?

Die Lesezeichen und Postkarten, die ich zu «Die andere Seite von SCHWARZ» drucken liess, tragen die Worte Liebe, Mut und Hoffnung. Es sind Werte, die sich immer wieder zeigen in meinen Geschichten, und sie spiegeln meine eigene, zuversichtliche Sicht auf das Leben wider. Ich glaube nicht daran, dass sich alle Probleme lösen lassen, indem wir lieben, hoffen und mutig sind, aber ich bin dankbar dafür, selber immer wieder Quellen von Liebe, Mut und Hoffnung zu finden – in mir drin und ausserhalb – und damit die nächsten Schritte zu gehen. (Oder auch nicht so viele Schritte zu gehen und zu Hause zu bleiben.)

Ich hatte nicht geplant, ein Buch zu schreiben, in dem Depressionen eine wichtige Rolle spielen. Ich fand mein uraltes Romanmanuskript auf dem Dachboden, verliebte mich neu in meine Charaktere und schrieb ihre Geschichte weiter. Natürlich stellte ich mir irgendwann die Frage, ob ich die Geschichte wirklich so erzählen wollte, noch mehr, als sie für mich selbst eine überraschende Wende nahm, was die Ursache von Ians Depressionen anging. Ich hätte mich dafür entscheiden können, es meine Geschichte bleiben zu lassen, und sie nicht zu veröffentlichen. Ich hätte sie umschreiben können.

Ich entschied mich anders und wagte den Spagat zwischen einer fiktiven Liebesgeschichte und realen, schweren Themen. Für wie erschreckend viele Menschen Depressionen real sind, sei es aus eigenem Erleben oder im Bekanntenkreis, erfahre ich jetzt, in Reaktionen auf mein Buch. Dabei bekomme ich unterschiedliche Rückmeldungen: Wie echt Ians Gefühle beschrieben seien. Wie gut man Alexas zeitweilige Verzweiflung verstehen könne. Wie viel Verständnis die Geschichte wecke für Menschen mit Depressionen und Traumata. Aber auch, dass die Geduld von Alexa und ihrem Umfeld unrealistisch gross sei. Dass es nicht verständlich sei, wie wenig Ian gegen die Depressionen machte.

Rezensent*Innen von «Die andere Seite von SCHWARZ» betonen die Tiefgründigkeit des Themas und die Hoffnung, die sich durch den Roman zieht. Wenn ich das lese, weiss ich, dass meine Geschichte bei diesem Menschen so angekommen ist, wie ich sie gemeint habe, und das ist wohl etwas vom Schönsten, was einer Autorin passieren kann!

Ich freue mich, wenn mein Roman für mehr Verständnis für Menschen mit Depressionen sorgt oder dazu anregt, über die eigene Sicht auf das Leben nachzudenken. Ich bin froh um kritische Rückmeldungen und Hinweise auf Themen, die ich vernachlässigt habe bei meinen Recherchen. Hier gern noch einmal der Hinweis an Leser*Innen: Schreibt mir, wenn euch etwas gefallen oder gestört hat, persönlich oder in einer Rezension. Ich bin sehr dankbar dafür!

Denn die Geschichte von Alexa, Ian und ihrem Krümelchen – diesem Kind, das dank Liebe, Mut und Hoffnung auf dem Weg zu ihnen ist – geht weiter, die Rohfassung von Band 2 wird diesen Monat von mir überarbeitet. Es bleibt realitätsnah, es bleibt emotional, es bleibt ehrlich. Mehr verrate ich aber noch nicht!

Hier geht es zu den Rezensionen zu „Die andere Seite von SCHWARZ“ auf Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Mirjam-Wicki/Die-andere-Seite-von-schwarz-2320855540-w/

Zurück zum Schreiben

Ich wollte bloggen. Nach Selfpublisherbüchern auch kleine Verlage und ihre Bücher vorstellen.

Ich habe (hätte?) im Mai eine Lesung und wollte diese vorbereiten. Vielleicht halt als Online-Lesung.

Ich wollte Kontakt aufnehmen mit Bloggerinnen, mein Netzwerk vergrössern, meine Bücher promoten, den Weg ebnen für den nächsten Roman.

Ich wollte mein Manuskript überarbeiten.

Jetzt ist Lockdown. Homeschooling. Homeoffice. Einkaufen. Kontakt halten. Ich gehöre zu den Menschen, die dadurch gefühlt weniger Zeit haben als vorher, obwohl so Vieles stillsteht. Gestern fühlte es sich an wie früher, als die Kinder noch nicht in der Schule waren – ich war den ganzen Tag beschäftigt und fragte mich am Abend, was ich eigentlich gemacht hatte.

Über Nacht kam der Blues, kam die Resignation. So soll es jetzt weitergehen, für wer weiss wie lange? Ohne Reisen, ohne Besuche, ohne Urlaub, ohne Konzerte, ohne Cafés? Eingesperrt zwischen Küche, Waschküche, Büro und Migros? Spielend, lernbegleitend, motivierend, skypend? Das löst klaustrophobische Gefühle aus, ganz ehrlich.

Dann sah ich Milena Mosers Video

Ich kann hingehen, wo ich will. Mit wem ich will.

Das fühlt sich so gut an!

Also schreibe ich. Morgenseiten. Diesen Text. Irgendwann heute gehe ich in mein Manuskript, überarbeite, schreibe um, schreibe vielleicht weiter, schreibe vielleicht anders, weil ich woanders hin will mit Ian und Alexa.

Schreiben geht immer. Schreiben kann ich in kurzen Fluchten und langen Pausen.

Ich hole mir jetzt meine innere Freiheit zurück.

#autorensonntag: Für mehr Realität in Büchern

Jeden Sonntag schlägt Justine ein Thema zum Autorenleben/Schreiben vor, zu dem man sich Gedanken machen und diese auf Social Media posten kann (einfach den Hashtag #autorensonntag eingeben. Lohnt sich!).

Heute geht es um Realität in Büchern. Justine schreibt dazu: „Warum unsere Protagonisten auch mal PMS haben dürfen, auf Toilette müssen oder ihre Periode bekommen.“ Ich könnte schreiben: „Warum meine Protagonistin keine Traumfigur hat und die Depressionen meines Protagonisten nicht allein durch ihre Liebe weggehen.“

Meine Romane spielen in unserer Welt, in unserer Zeit, sind lebensnah und realistisch. Es gibt in ihnen keine fantastischen Elemente, und es gibt nur wenig Glamour und Überzeichnungen (ausser ein paar zu häufig funkelnder Augen natürlich :-)).

Meine Geschichten spielen im Alltag. Es wird gekocht, gearbeitet, gelacht, gestritten, gezweifelt, sich gelangweilt. Man hat Kinder, Krankheiten, Sex, eine nervige und/oder hilfreiche Familie. Es könnte durchaus sein, dass eine meiner Protagonistinnen Schmerzen hat während der Periode, auch wenn das bisher nicht der Fall war.

Es ist mir wichtig, meine Figuren so sein und handeln zu lassen, dass es wahr sein könnte. Ich will sie auf realistische Weise mit realistischen Problemen kämpfen lassen. Sie sollen authentisch glücklich, traurig, herausgefordert und handlungsfähig sein.

Laut Rückmeldungen meiner Leser*Innen gelingt mir das gut. Lebensnah, authentisch, wie im richtigen Leben, man kann gut mitfühlen, komplexe Charaktere, echte Emotionen – das lese und höre ich über „Die andere Seite von SCHWARZ“ (und es macht mich sehr glücklich!).

Es gibt auch kritische Stimmen zur Realität im Buch: Zu viele Tränen, zu wenige Ausführungen zu bestimmten Themen, erwartete Reaktionen und Komplikationen, die ausbleiben. Der Punkt, den ich selber am unrealistischsten finde, hat hingegen noch kaum jemand kritisiert (ich sage hier nicht, was ich meine :-)).

Ich weiss und merke immer wieder: Was mir realistisch erscheint, ist es nicht für alle. Meine Leser*Innen knüpfen an ihren eigenen Erfahrungen an, fühlen sich repräsentiert und angesprochen oder irritiert, weil sie anders handeln, denken und fühlen würden.

„Die andere Seite von SCHWARZ“ und „Ich melde mich ab“ sind Geschichten, die ich erfunden habe. Sie spiegeln die Welt, wie ich sie sah und empfand, als ich die Bücher schrieb. Auch wenn mir Glaubwürdigkeit wichtig ist, weiss ich, dass das Leben zu komplex ist, um jeden Aspekt davon in ein Buch zu packen (gerade wenn es um ein Thema wie Depressionen geht).

Ich freue mich, wenn meine Romane zum Nachdenken anregen, und das dürfen gern auch kritische Gedanken sein. Ich bin dankbar, wenn ich auf Aspekte aufmerksam gemacht werde, die in meinen Geschichten zu kurz kommen. Ich will dazulernen und gleichzeitig frei bleiben, die Realität zu filtern. Meine Figuren werden auch in meinem nächsten Buch nicht aufs Klo gehen (ausser vielleicht, um ihrem Kleinkind für ein paar Minuten zu entkommen – das wäre so eine Realität, wie ich sie gern beschreibe ;-)).

Und warum soll man meine Bücher nun lesen, wenn sie ja doch nur einen Alltag beschreiben, wie man selber einen hat?

Weil sie unterhaltsam geschrieben sind.

Weil man spannende und grösstenteils sympathische Charaktere kennenlernt.

Weil sie einen die Chance geben, über das eigene Leben nachzudenken.

Weil ich Geld bekomme, wenn meine Bücher gekauft werden.

Ich freue mich über weitere Gründe in den Kommentaren, genauso wie über Gedanken zum Thema „Realität in Büchern“ im Allgemeinen und in meinen Büchern besonders.

Danke an den #autorensonntag für das Thema!

Bleibt mir weg mit Blümelein!

#LockDownSwitzerland Tag 3

Über diverse Kanäle erreichen mich Texte, die die Corona-Krise entweder als vernünftige Reaktion der Erde auf unsere Ausbeutung oder als Chance zur Verlangsamung und Rückbesinnung sehen.

Wisst ihr was? Ich bin rückbesonnen!

Mein Leben wurde vor über einem Jahrzehnt durch die Geburt meiner Kinder extrem verlangsamt (das war mal ein Lockdown, ich allein mit einem Baby zu Hause!). Die zweite Verlangsamung kam, als ich aufhörte, als Lehrerin zu arbeiten. Plötzlich fehlten Lob und Anerkennung, ein Team im Rücken, das Gefühl, gut zu sein in meiner täglichen Arbeit. Was habe ich mich da besonnen und hinterfragt!

Ich habe Lösungen gefunden: Ich habe mich weitergebildet zur Systemisch-lösungsorientierten Kurzzeitberaterin. Habe eine GmbH gegründet und in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Habe Romane geschrieben und veröffentlicht. Habe meinem Mann ermöglicht, bei zwei Arbeitgebern Jobs zu machen, in denen er gut ist, die er gut macht und in denen er gut verdient. Habe mich entschieden, meinen Kindern eine präsente Mutter zu sein. Führe einen Haushalt und einen Garten, kaufe das Gemüse beim Bauern und lege Wert auf Bio und Fairtrade. Habe meinen Konsum eingeschränkt und auf meine Gesundheit geachtet.

Lief bei mir und der Erde. Nicht immer langsam, nicht immer besonnen, aber häufig achtsam und rücksichtsvoll.

Ich brauche kein Corona-Virus, um mein Leben und meine Familie zu geniessen!

Ich geniesse es nicht, dass mein Geschäft kaum noch Einnahmen macht und wir nicht wissen, wie wir die Rechnungen der kommenden Monate bezahlen sollen, geschweige denn unseren Lohn.

Ich geniesse es nicht, dass Menschen, die ich liebe, von einer Krankheit bedroht sind, die für sie tödlich sein kann.

Ich geniesse es nicht, dass die Unsicherheit greifbar in der Luft liegt und droht, mir genau diese Luft zu nehmen.

Ja, lasst uns (mit mindestens 2 Meter Abstand) zusammenstehen und gut zueinander sein.

Das bedeutet für mich heute, dass ich gefrustet und traurig sein will und keinen einzigen Text mehr lesen werde, der mir die Freude an Blumen als Lösung vorschlagen will.

Postet die Texte weiter, freut euch an ihnen, wenn sie euch gut tun. Heute einfach ohne mich.