Schreibupdate

Die ungeschminkte (und unfrisierte) Wahrheit ist …

… dass ich mit meinem Manuskript nicht so vorankomme, wie ich möchte, und meine angefragte Testleserin immer noch darauf wartet, die Rohfassung von «Liv und Celeste» lesen zu können. Das hat mit dem Leben zu tun, meinen Jobs, meiner Familie, wohl auch mit der Weltlage, und damit, dass ich schlecht darin bin, Projekte abzuschliessen.

… dass ich weit von meinem Jahresziel „täglich am Manuskript schreiben“ entfernt bin. Dass ich es nach wie vor anstrebe, weil ich daran glaube, dass es ein lohnenswertes Ziel ist-

… dass mir das Jahresmotto Selfcare sehr guttut. Die vielen kleinen und grossen Selfcare-Momente, die ich mir gönne, führen dazu, dass ich mich selbst besser spüre. Sie geben mir Energie und machen mich bereit für die Herausforderungen des Alltags.

… dass ich mich ein bisschen auf Nebenschaufplätzen verzettle, wie z.B. dem Umzug meiner Website auf einen anderen Server und damit einhergehend eine zeitaufwändige Überarbeitung.

… dass ich mir in den letzten Wochen mehrfach die Frage gestellt habe, ob ich wirklich angestellte Heilpädagogin, selbstständige Lerncoach und Autorin sein kann und will, und auf verschiedene Weisen immer wieder die Antwort bekomme, dass ich es kann und will.

… dass ich mir mehr Sichtbarkeit als Autorin wünsche und Ideen wälze, wie ich dies erreichen kann.

… dass mein 46. Geburtstag der erste war, an dem ich mir explizit Frieden gewünscht habe, und ich mir seither überlege, was mein Beitrag dazu sein soll.

Wie geht es dir?

Gehört Politik hierhin?

Darf man Gedanken zum Krieg in der Ukraine mit Buchcontent verbinden? Ist es in Ordnung, auf einem Autorinnenaccount (auf einer Autorinnenwebseite) politisch zu werden? Ist es am Ende gar Pflicht, jede noch so kleine Reichweite zu nutzen, um auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen?

Meine Buchbubble auf Instagram und Twitter ringt mit diesen Fragen. Ich lese klare Statements gegen den Krieg. Ich lese persönliche Worte, warum man sich bei dem Thema zurückhält. Ich lese von Betroffenheit, fehlenden Worten und dem Wunsch nach Rückzug. Ich lese und spüre Irritation über eine Social-Media-Welt, die den Krieg einfach ausblendet. Ich spüre und lese den Wunsch nach einer Insel, auf der dieser Teil der Realität ausgeblendet werden darf.

Und wisst ihr was? Ich finde das richtig und wichtig!

Lasst uns ringen, lasst uns fragen, lasst uns persönliche Antworten finden und lasst uns gut zueinander sein.

Ich bin keine Aktivistin, ich bin keine Expertin für Politfragen, und ich werde nicht plötzlich zu einer solchen, weil die Welt von einem weiteren Krieg erschüttert wird.

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Bold and Untold

Wenn das kein Grund für eine gemeinsame Kaffee-/Teerunde ist: Mein Manuskript «Liv und Celeste» hat sich in den Wettbewerb «Bold and Untold» von Boldbooks gestürzt!

Hier geht es zur Abstimmung: https://boldbooks.com/de/bold-and-untold/februar-2022/liv-und-celeste

Sie läuft noch bis am 28.02.2022.

Gesucht werden Manuskripte, die «bold“ sind im Sinn von: subtil, berührend, provokant, experimentell, unterhaltsam, aufschlussreich. Die Jury sucht Manuskripte, die «etwas wollen» und Autor*innen, die mit ihrem Autorensein etwas erreichen wollen.

Und das ist, was ich will mit meiner Rockromance über die Begegnung zweier Frauen, die verschieden sind an Alter, Herkunft, Überzeugungen und Erfahrungen:

«Liv und Celeste» bricht mit Klischees, Vorurteilen und festen Vorstellungen, spielt damit und setzt sie neu zusammen. Ich möchte zeigen, dass vermeintliche Schwächen Stärken sein können, das Offensichtliche nicht das Wichtige sein muss und Grenzen sich verschieben können. Und wie mit allen meinen Büchern möchte ich die Leser*innen unterhalten, berühren, herausfordern und ihnen Lesestunden schenken, während denen sie ganz in eine Geschichte eintauchen können.

Auch wenn die Chancen auf einen Gewinn verschwindend klein sind (andere Manuskripte haben bereits Hunderte und Tausende von Stimmen), freue ich mich über jedes Herzchen, das Liv, Cel und mich den Preisgeldern in der Höhe zwischen 500 und 5000 Euro näherbringt ❤️🧡💛💚💙💜! (und mir und meinem Ego guttut – hüstel)

In der Wettbewerbseingabe enthalten ist übrigens auch eine Leseprobe, die euch die Chance gibt, meine beiden Ladys bereits etwas kennenzulernen.

Bücher, Bücher, Bücher …

… und zwar für einmal nicht meine eigenen, sondern diejenigen, die ich in den ersten Wochen des Jahres gelesen habe oder gerade lese.

Diese Bücher stelle ich heute in Mirjams Café vor. Ohne Bewertung (ausser bei dem einen, zu dem ich eine Rezension geschrieben habe), weil ich lieber lese, ohne dabei zu werten.

Schreibt die Autorin, die immer wieder um Rezensionen zu ihren Romanen bittet …

Mirjams Januarbücher

Das Ebook «In Richtung Stoppelfelder» von Lene Jansen habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen. Meine Rezension zu diesem schönen, manchmal ruhigen und manchmal fulminanten Debütroman findet ihr hier.

«Radikale Selbstfürsorge – jetzt! Eine feministische Perspektive» von Svenja Gräfen hat mir eine Twitterin (Twittererin?) empfohlen. Ich habe nicht viel Neues gelernt beim Lesen dieses Ebooks, aber ganz viel Bestätigung bekommen und ein paar Zusammenhänge wiederentdeckt (v.a. zum Zusammenspiel zwischen Körper und Psyche).

«You make me fly» von Murphy Malone war ein weiteres Leserunden-Ebook. Nach der ersten Begeisterung über die spannenden Charaktere und den Handlungsort Schottland beschlich mich immer mehr ein mulmiges Gefühl beim Lesen. Als ich merkte, weshalb, brach ich das Buch ab, und teilte es der Autorin mit. Sie hat sehr verständnisvoll und souverän darauf reagiert, dass ich die versprochene Rezension nicht schreiben werde.

Kleiner Exkurs zum Thema Triggerwarnungen

«You make me fly” arbeitet mit Triggerwarnungen. Eine allgemeine Auflistung gibt es am Anfang des Buches, eine ausführliche, in Kapitel aufgeteilte Liste am Ende.

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Lesung mit Linda Kieser

Einen schönen guten Nachmittag und herzlich willkommen im Café, wo es heute Cola, Toast und eine Doppellesung gibt. Wie immer darfst du natürlich auch ein anderes Getränk deiner Wahl bestellen!

Ich habe mich gestern an ein Experiment gewagt: Eine Live-Lesung auf Instagram!

Zur Lesung ermutigt hat mich die supersympathische Autorin Linda Kieser. Im Vorgespräch haben wir gemerkt, was unsere unterschiedlichen Bücher – ihr dystopischer Jugenroman und meinen Liebes- und Lebensroman – verbindet:

Grossmütter und Hoffnung!

Während einer Stunde haben wir gelesen und dabei ein wenig gequatscht (wobei dieser Teil fast zu kurz gekommen ist, denn so eine Stunde kann unglaublich schnell vorbei sein).

Wenn du Lust hast, Linda und mir zuzuhören, findest du die ganze Lesung auf ihrem Instagram-Account, den ich hier verlinke.

Wir haben dabei auch schwere Themen nicht ausgelassen, daher die Content Notes: Krankhkeit, Depressionen, Traumata, Antidepressiva.

(Unter dem Link schreibe ich noch ein paar Zeilen über meine Erfahrung mit dem Experiment Instagram-Lesung).

https://www.instagram.com/tv/CYuaJlepEpx/?utm_source=ig_web_copy_link

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Jahresmotto 2022

Herzlich willkommen zum ersten Kaffeeklatsch dieses Jahres, liebe Freund*innen des gemütlichen Beisammenseins. (Ihr seid bei der Auswahl des Getränks natürlich völlig frei. Bei mir ist es heute ein wärmender Tee.)

Statt zum Neujahr Vorsätze zu fassen, stelle ich die Jahre seit einiger Zeit unter ein Motto. Ein oder zwei Wörter, die mir in den Tagen um den Jahreswechsel wichtig werden, schreibe ich auf, und nehme mir vor, mich in den nächsten Monaten daran zu orientieren.

Eine Zeit lang war es beinahe erschreckend, wie gut die Wörter dann auch im Nachhinein zu dem vergangenen Jahr passten. Selbsterfüllende Prophezeiung? Autosuggestion? Führung durch eine höhere Macht? Ich weiss es nicht, und es ist mir auch nicht wichtig.

Zu Beginn des letzten Jahres wollten mir keine Wörter einfallen. Ich probierte etwas herum, schrieb glaub sogar etwas auf, habe es aber direkt wieder vergessen. Im Nachhinein gesehen ist auch das nicht erstaunlich, denn was 2021 privat und beruflich an Herausforderungen und Veränderungen gebracht hat, war jenseits von allem, was ich mir zum Jahreswechsel gewünscht oder vorgestellt hatte.

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Jahresrückblick 2021

Heute gibt es für mich in Mirjams Café nur Kaffee ganz ohne Gebäck. Die Waage, auf die ich mich beim Arzt stellen musste, hat nämlich schon vor Weihnachten 5 Kilogramm mehr angezeigt, als ich gedacht hatte!

Zusätzliche Kilos sind aber zum Glück nicht alles, was ich im Jahr 2021 erreicht habe. Nehmt Platz, wenn ihr mögt, für meinen Autorinnen-Jahresrückblick.

2021 habe ich

  • meinen dritten Roman «Die Aussicht auf BUNT» veröffentlicht.
  • aus privaten und beruflichen Gründen viel zu wenig Zeit und Energie gehabt, ihn gebührend zu bewerben.
  • grossartige Unterstützung bekommen von Buchbloggerinnen auf Instagram.
  • im Rahmen der Authorschallenge meine erste Kurzgeschichte «Tauwetter am Fjord» veröffentlicht.
  • ein Autorinnen-Fotoshooting gemacht.
  • mein nächstes Schreibprojekt, die queere Rockromance «Liv und Celeste», richtig in Angriff genommen.
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Cafélesung

Herzlich willkommen in meinem Café. Mach es dir bequem, bestell ein Getränk deiner Wahl und bedien dich am Buffet mit den Weihnachtschrömli. Heute gibt es hier eine kurze Lesung.

Inspiriert hat mich die Schreibnacht, die uns User*innen gestern die Gelegenheit gab, einen unserer Texte vorzulesen. Während einer Stunde hörten wir auf dem Discord-Kanal der Schreibnacht sechs Autorinnen zu. Ich habe es sehr genossen und hoffe auf weitere Vorlesestunden!

Ich las aus «Die andere Seite von SCHWARZ», eine Szene mit dem Titel «Weihnacht 2015», und diese könnt ihr euch heute auch im Café anhören (inklusive der letzten Seite, für die der 10-Minuten-Slot gestern nicht gereicht hat).

Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen, gern auch dazu, ob ich hier weitere Vorlese-Schnipsel posten soll. Oder gibt es Autor*innen, die mir gern eine Audiodatei mit einem ihrer Texte schicken möchten, damit ich sie im Café veröffentlichen kann?

Die E-Books «Die andere Seite von SCHWARZ» und «Die Aussicht auf BUNT» sind übrigens ab morgen, 19. Dezember 2021 bei allen Anbietern für zwei Wochen zum Aktionspreis von 2.49 Euro erhältlich. Vielleicht braucht ihr ja noch eine Lektüre über die Festtage. Weitere Lesetipps habe ich euch letzte Woche vorgestellt, als das Café kurzfristig zur Weinbar umfunktioniert wurde!

Buchgeschenktipps

Willkommen in Mirjams Weinbar (ja, wenn das Café abends geöffnet ist, wird es zur Bar).

Heute rede ich über Geschenke. Weihnachtsgeschenke, Ganzjahresgeschenke, Geburtstagsgeschenke, Geschenke an sich selbst – allerdings mit einer Bedingung:

Es müssen Bücher sein!

Verschenkt ihr manchmal Bücher? Wünscht ihr euch Bücher? Oder vielleicht Buchgutscheine?

Ich habe mir bei Justine Pust ein Writer’s Journal fürs nächste Jahr bestellt, und es kam nicht einfach so an, sondern liebevoll als Geschenk verpackt. Ein Buchgeschenk von mir für mich – es war mir eine grosse Freude, es auszupacken! Ich weiss, dass einige Autor*innen die Bücher, die direkt bei ihnen bestellt werden, als Geschenke verschicken. Bisher habe ich mich dagegen entschieden, hauptsächlich um keinen Abfall zu produzieren, aber wohl auch, weil ich den Aufwand gescheut habe.

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